Brandkatastrophe in Moria - Jetzt Spenden!

Das Flüchtlings-Camp Moria auf der griechischen Insel Lesbos wurde durch eine Brandkatastrophe völlig zerstört. Mehr als 12.000 Menschen wurden obdachlos und mussten in ein neues provisorisches Zeltlager übersiedeln. Die Diakonie hilft seit Beginn mit Wasser, Essen und Decken.
  • Männer reichen Wasser von einem LKW.
    Die lokalen Partner der Diakonie verteilen Wasser an Flüchtlinge auf der Insel Lesbos. Foto: MCAT
„Alles brennt, die Menschen fliehen,“ schilderte unsere Partnerorganisation „Stand by Me Lesvos“ von der Nacht der Brandkatastrophe am 8.September. Die 12.000 BewohnerInnen von Moria standen mit einem Schlag obdachlos auf der Straße und mussten versorgt werden. Die Partnerorganisation der Diakonie hat unmittelbar Nothilfemaßnahmen gestartet und mit der Verteilung von Decken, Zelten, Essen und Wasser begonnen. Auch viele MitarbeiterInnen der Partnerorganisation und deren Familien, die im Camp untergebracht waren, waren auf diese Erstversorgung angewiesen.

Schlechte Lebensbedingungen im neuen Camp

Binnen weniger Tage errichtete die griechische Armee ein neues Ausweichlager auf dem alten Schießübungsplatz Kara Tepe nahe der Inselhauptstadt Mytilini. Für die Menschen vor Ort haben sich die schlechten Lebensbedingungen nach Moria jedoch nicht wesentlich gebessert: viel zu wenig Toiletten und Duschen, es gibt nur einmal täglich Essen und dazu zwei Flaschen Wasser. Die schlechten hygienischen Bedingungen verstärken die Angst vor Covid-19.

Partnerorganisation vor Ort

Die Diakonie Katastrophenhilfe arbeitet seit Längerem mit der Flüchtlingshilfsorganisation Stand by me Lesvos auf Lesbos zusammen. Stand By Me Lesvos unterstützt verschiedene selbstorganisierte Flüchtlingsgruppen vor Ort und kann so rasch auf aktuelle Bedürfnisse und Entwicklungen reagieren.

So hilft die Diakonie Katastrophenhilfe

Sowohl in Moria als auch nun im Camp Kara Tepe leiden die Menschen besonders unter mangelndem Trinkwasser. Das Wasser aus Leitungen ist aus hygienischen Gründen kaum trinkbar. So bleiben nur die Plastikflaschen, die von der Armee verteilt werden. Das Wasser ist jedoch nicht kalt und die Flaschen verursachen riesige Müllberge.

Deshalb unterstützen wir ein Trinkwasser- und Recyclingprojekt im neuen Camp Kara Tepe. An drei Sammelstationen können von den BewohnerInnen des Camps leere Plastikflaschen abgegeben werden. Dafür erhaltene Bons können gegen neue Flaschen mit gefrorenem Wasser eingelöst werden, die auch zum Kühlen von Nahrungsmittel genützt werden können. Jeden Tag werden so 15.000 leere Plastikflaschen recycelt und gegen 1.500 Flaschen kaltes Trinkwasser eingetauscht.