Hoffnung braucht ein Ja!

Hoffnung ist es, die wieder Zukunft möglich macht. Wir brauchen Hoffnungsträger. Deswegen: Hoffnung braucht ein Ja!

Angst, Neid, Wut und Misstrauen sind die Schlüsselbegriffe, die die derzeitigen öffentlichen Debatten regieren. Wir brauchen eine gesellschaftliche Kraftanstrengung, die den Zusammenhalt in den Vordergrund stellt und nicht den Neid und das gegenseitige Ausspielen von ohnehin benachteiligten Gruppen in der Gesellschaft.

Die Arbeit der Diakonie besteht darin, Angst zu nehmen und Hoffnung zu geben; der Abwertung von Menschen entgegen zu treten und ihre Würde zu bewahren, Neid als unproduktives Gefühl zu entlarven und Solidarität – oder wie wir sagen Nächstenliebe – zur Entfaltung zu bringen.

Hoffnung ist es, die wieder Zukunft möglich macht. Wir brauchen Hoffnungsträger und Hoffnungsträgerinnen. Deswegen: Hoffnung braucht ein Ja!
#OrtDerHoffnung
Hoffnung ist es, die wieder Zukunft möglich macht. Wir brauchen Hoffnungsträger. Deswegen: Hoffnung braucht ein Ja!

#OrtDerHoffnung

Mit Fernseh- und Hörfunkspots, Plakaten und Inseraten macht die Diakonie zwischen November und Dezember 2017 auf Menschen und Projekte aufmerksam, die Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt und Solidarität fördern und weiterentwickeln.

Damit wollen wir Mut machen für eine Gesellschaft, die nicht spaltet und nicht immer mehr Menschen ausgrenzt. Wir wollen Angst nehmen und Hoffnung geben.

Investieren wir gemeinsam in Menschen!

Die Diakonie macht sich dafür stark, dass in Angebote investiert wird, die Menschen helfen, egal ob mit Behinderung, Migrationshintergrund, Lernschwierigkeiten oder aus zerrütteten Familien. Denn jeder Euro, der in investiert wird, zahlt sich mehrfach aus.

Mit 24 Vorschlägen fordert die Diakonie auf zu handeln. Gegen Schwarz-Sehen, Krankjammern und Hoffnungslosigkeit: Wir können etwas tun.

1. Sozialer Ausgleich ist eine gute Medizin!

Man kann einen Menschen mit einer feuchten Wohnung genauso töten wie mit einer Axt. Investitionen in die Gesundheitsförderung und in eine gesunde Umwelt helfen Krankheiten präventiv zu verhindern.

2. Mehr Chancen für benachteiligte Schulstandorte!

Schulen in sozial benachteiligten Bezirken sollen besonders gut ausgestattet werden, damit sie keine Kinder zurücklassen und für alle attraktiv bleiben. Europäische Beispiele zeigen – es funktioniert!

3. Schulen und offene Jugendarbeit zusammenbringen!

Es braucht einen Aktionsplan, der die Schnittstellen zwischen Schule, sozialer Arbeit und Ausbildung verbindet. Außerdem soll die Schulsozialarbeit flächendeckend ausgebaut werden.

4. Jugendhilfe bis zum 21. Lebensjahr!

Jugendliche mit schwieriger Lebensgeschichte brauchen Begleitung über das 18. Lebensjahr hinaus. Wir wissen aus anderen europäischen Ländern, dass diese Begleitung stark präventiv wirkt und Abstürzen vorbeugt.

5. Schule für alle, auch für Kinder mit Behinderungen!

Gemeinsamer Unterricht von Kindern ohne und mit Behinderung hilft allen. Der schrittweise Rückbau von Sonderschulen muss mit mehr PädagogInnen für inklusive Klassen einhergehen.

6. Kinderbetreuung auch für Kinder mit Behinderungen

Oft endet Integration um 13:00 Uhr, weil es zu wenig Geld für inklusive Betreuung gibt. Außerdem dürfen Kinder mit Behinderungen nicht vom verpflichtenden Kindergartenjahr ausgenommen sein.

7. Alltag und Wohnen ins Zentrum rücken!

Es braucht neue Wohnkonzepte für Menschen mit hohem Pflegebedarf: Wohnen, das ins Gemeinwesen integriert, das alltags- und bürgernah ist.

8. Demenzstrategie umsetzen!

Mehr als 130.000 Menschen sind von Demenz betroffen. Sie brauchen flexible Wohn- und Betreuungsangebote sowie umfassend geschultes Personal. Die Umsetzung der Demenzstrategie muss vorangetrieben und langfristig finanziert werden.

9. Unterstützung für pflegende Angehörige!

80 % der pflegebedürftigen Menschen werden von ihren Angehörigen zu Hause unter hohen psychischen und körperlichen Belastungen betreut. Darum braucht es einen Rechtsanspruch auf Pflegekarenz und Pflegeteilzeit.

10. Kinder sind keine Pflegekräfte!

43.000 Kinder und Jugendliche pflegen und betreuen zu Hause ihre kranken Eltern. Durch diese Verantwortung können sie oft nicht unbeschwert Kind sein. Professionelle Hilfe, v.a. mobile Pflege und soziale Arbeit, stärkt die ganze Familie.

11. Flüchtlingskinder sind keine halben Kinder!

Sie brauchen die gleiche Aufmerksamkeit wie alle anderen Kinder, die ohne Eltern aufwachsen. Deshalb: Raus aus der Mangelverwaltung der Grundversorgung und Obsorge durch die Jugendämter ab dem 1. Tag.

12. Psychosoziale Notdienste ausbauen!

Der Zugang zu Psychotherapie muss erleichtert, Therapie- und Beratungseinrichtungen und psychosoziale Notdienste außerhalb der Ballungszentren sollen ausgebaut werden.

13. Stärkung des Freiwilligen Sozialen Jahres!

Die Familienbeihilfe soll adaptiert werden, damit auch zwischen dem Schulabschluss und dem Beginn des Sozialjahrs keine Lücke bleibt. Das zeigt jungen Menschen, dass ihr freiwilliger Einsatz gewürdigt wird.

14. Gesundheitsverträglichkeitsprüfung einführen!

Die Abschätzung gesundheitlicher Wirkungen (Health Impact Assessment) von politischen Maßnahmen könnte uns viel an möglichen negativen Folgen ersparen.

15. Niemand ist sprachlos!

63.000 Menschen benötigen aufgrund ihrer sprachlichen Beeinträchtigung Gelder für Hilfsmittel. Es braucht daher einen Rechtsanspruch auf Assistierende Technologien und Unterstützte Kommunikation. Damit niemand sprachlos gemacht wird!

16. Gut für alle: Gemeinnützigkeit stärken!

Gemeinnützige Organisationen bringen Vorteile für alle: durch Freiwilligenarbeit oder Re-Investition der Gewinne. Gestärkt werden kann Gemeinnützigkeit durch eine bessere Einbindung in politische Prozesse.

17. Frühförderung in ganz Österreich!

Die ersten Monate des Lebens rund und nach der Geburt sind ungeheuer wichtig für die Entwicklung eines Kindes. Besonders für Familien mit weniger Einkommen müssen wir eine gute Begleitung und „frühe Hilfen“ sicherstellen.

18. Soziale Investitionen helfen allen!

Investitionen in soziale Dienstleistungen wirken positiv auf die Konjunktur und helfen Menschen in ihrem alltäglichen Leben. Österreich nutzt diese Möglichkeiten noch zu wenig.

19. Mindestsicherung: Armut bekämpfen, Armut vermeiden!

Mehr Prävention, Unterstützung bei Behinderung, mehr Soforthilfe, besserer Vollzug, Hilfe bei Krankheit, leistbares Wohnen. Wir müssen die Armut bekämpfen – nicht die Armen.

20. Mitbestimmung für benachteiligte Gruppen und gemeinnützige Initiativen!

Das Wissen von gemeinnützigen Organisationen muss besser genützt werden. Außerdem sollten Menschen mit Behinderungen oder von Armut Betroffene stärker eingebunden werden.

21. Integration braucht individuelle Unterstützung!

Flüchtlinge brauchen Unterstützung bei Spracherwerb, Arbeitsmarktintegration und Wohnungssuche. Die Kürzungen der Mindestsicherung in einigen Bundesländern sind extrem integrationshemmend und sollen zurückgenommen werden.

22. Zugang zu leistbarem Wohnraum!

Mieten sind für viele kaum mehr leistbar – besonders in den Großstädten. Investitionen in den sozialen Wohnbau helfen allen, die bezahlbaren Wohnraum suchen. Der Zugang zu leistbarem Wohnraum ist der Schlüssel dafür, dass Menschen ein selbstständiges Leben führen können.

23. Gemeinsam und solidarisch Flüchtlinge schützen!

Flüchtlingsschutz kann nur im europäischen Einklang gelingen. Alle europäischen Staaten müssen gemeinsam und solidarisch handeln und Flüchtlingen legale Einreisemöglichkeiten nach Europa eröffnen, damit sie sich auf der Flucht nicht mehr in Gefahr bringen müssen.

24. Menschen in Entwicklungsländern brauchen Zukunftsperspektiven!

Die Regierung muss ihrer Verpflichtung nachkommen, die Mittel in der Entwicklungszusammenarbeit auf 0,7% des BIP zu erhöhen. Nur so können langfristig wirkende Programme ermöglicht werden.