Welttag der humanitären Hilfe: Corona-Pandemie – jetzt Hungerkatastrophen abwenden

Dienstag, 18. August 2020
Eine Gemeinschaftsküche wird eingerichtet und versorgt täglich 1000 Familien mit warmen Mahlzeiten.
Eine Gemeinschaftsküche wird eingerichtet und versorgt täglich 1000 Familien mit warmen Mahlzeiten.
Humanitäre Krisen verschärfen sich dramatisch. Libanon droht Hungerkatastrophe. Weltweit weitere 130 Millionen bis Jahresende von Hunger bedroht.

Nach der Explosion im Hafen von Beirut droht im Libanon eine Hungerkrise. Bereits zuvor lebte mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Armut, die Corona-Pandemie verschärfte die Situation zuletzt. „Es droht eine Hungerkatastrophe. Die Menschen im Libanon dürfen jetzt nicht alleine gelassen werden“, sagt Nina Hechenberger, Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe Österreich. „Die Nothilfe der Diakonie Katastrophenhilfe startete mit dem Aufbau medizinischer Nothilfezentren und der Instandsetzung einer Gemeinschaftsküche, die täglich 1.000 Familien mit Mahlzeiten versorgen wird“, so Hechenberger weiter.

Zahl der Hungernden weltweit könnte durch die Pandemie um 130 Millionen ansteigen

Weltweit trifft die Pandemie jene Menschen am härtesten, die bereits zuvor zu den gefährdetsten zählten. Millionen Menschen verloren durch den Lockdown ihre Lebensgrundlage. Bis Jahresende könnten nach UN-Welternährungsbericht zu den bereits 690 Millionen Menschen die von Hunger betroffen sind noch zusätzlich 130 Millionen Menschen hinzukommen. „Es ist vorauszusehen, dass hunderttausende Familien auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sein werden -  einer Hungerkrise muss sofort und mit aller Kraft entgegengewirkt werden“, sagt Hechenberger.

Einer Hungerkrise muss sofort und mit aller Kraft entgegengewirkt werden.
Nina Hechenberger, Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe Österreich

Die in weiten Teilen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas von Hunger gefährdeten Menschen sind auf internationale Hilfe angewiesen. „Auch Österreich muss sich beteiligen und ein internationales COVID-19 Rettungspaket schnüren, um die sozialen und wirtschaftlichen Folgen für die Ärmsten abzufedern“, fordert Hechenberger.

Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt gemeinsam mit Partnerorganisationen vor Ort

Nach Naturkatastrophen wie Zyklonen, Dürren, Überschwemmungen oder Heuschreckenplagen spitzt sich die humanitäre Krise durch die Pandemie weiter zu. Zum Beispiel treffen in Simbabwe die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf bereits zuvor herrschende Nahrungsunsicherheit, Hyperinflation, Dürren, Überschwemmungen und die Folgen der Verwüstungen durch Zyklon Idai im letzten Jahr. „Gemeinsam mit lokalen Partnern unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe Corona-Präventionsmaßnahmen und verteilt Masken, Desinfektionsmittel und Seifen an besonders vulnerable Familien“, sagt Hechenberger. 

Humanitäre Notlage in Flüchtlingscamps

Aufgrund der prekären Lebensbedingungen stellt die Pandemie in Flüchtlingscamps eine besondere Bedrohung dar. Auf der griechischen Insel Lesbos im Camp Moria und auf Chios unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe mit Trinkwasser, Hygieneartikeln und medizinischen Hilfsgütern. Im weltweit größten Flüchtlingslager Cox‘s Bazar in Bangladesch wird Gesundheitsaufklärung für Rohingya geleistet und Hygiene- und Sanitäreinrichtungen errichtet, in Somalia werden für Binnenvertriebene Covid-19-Präventionsmaßnahmen unterstützt.

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Kennwort: Corona-Hilfe weltweit
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