Tag der Nachbarschaft: Diakonie fordert Maßnahmenpaket gegen Einsamkeit

Dienstag, 25. Mai 2021
Helenes Dorf - gelebte Nachbarschaft mitten in der Großstadt
Helenes Dorf - gelebte Nachbarschaft mitten in der Großstadt
An die 20% der Menschen in Österreich fühlen sich sehr einsam. Die Corona Krise hat die Einsamkeit vieler Menschen noch erhöht.
Helenes Dorf - gelebte Nachbarschaft mitten in der Großstadt
Helenes Dorf - gelebte Nachbarschaft mitten in der Großstadt

An die zwanzig Prozent der Menschen in Österreich fühlen sich sehr einsam. „Die Corona Krise hat die Einsamkeit vieler Menschen noch erhöht“, warnt die Diakonie vor den gesellschaftlichen und psychosozialen Folgen. „Wir brauchen eine gemeinsame Kraftanstrengung in Bund, Ländern und Gemeinden, um gute Nachbarschaft zu fördern und Einsamkeit zu verringern“.

Selbstbestimmt aber nicht allein: Maßnahmen gegen Einsamkeit

Anlässlich des Tages der Nachbarschaft schlägt die Diakonie ein „vom Bund koordiniertes Maßnahmenpaket vor, das Grätzl-Initiativen, sozialraumorientierte Projekte, Nachbarschaftshilfe und Community-Arbeit gezielt fördert und finanziert“. Dabei geht es darum, Menschen zusammen zu bringen, die sich gegenseitig unterstützen. Im Mittelpunkt muss die Stärkung und Teilhabe der Bewohner:innen stehen: „Tue alles dafür, dass Menschen können, was sie tun wollen“, ist das Motto der Diakonie in allen sozialraum-orientierten Initiativen, in denen sie sich für gute Nachbarschaften engagiert, damit niemand alleine gelassen wird. 

Beispiele, wo Menschen miteinander ins Gespräch und ins Tun kommen:

Geteilte Verantwortung und doppeltes Vergnügen! Schladming

Menschen mit Behinderungen mitten im Arbeitsleben: Eine Stadtgemeinde wie Schladming bietet viele Möglichkeiten, soziale Kontakte zu pflegen, vorhandene Infrastruktur zu nutzen, betriebliche Kooperationen aufzubauen und Inklusion und Vielfalt zu leben: Ein Spiele-Nachmittag in der Mittelschule, Wege zu einem barrierefreien Schladming, Grünraumpflege in der Gemeinde, gesunde Jause für die Schulen und vieles mehr. - Mehr dazu lesen Sie hier: https://blog.diakonie.at/geteilte-verantwortung-und-doppeltes-vergnuegen-schladming

Plaudertischerl, Wien

Das Plaudertischerl der Diakonie in Wien bringt in Cafés oder Nachbarschaftszentren Menschen zusammen, die sich gern mit anderen unterhalten oder jemandem ein offenes Ohr schenken wollen: unabhängig von Alter, Herkunft, Interessen oder finanziellen Möglichkeiten. Mehr dazu lesen Sie hier: www.plaudertischerl.at

Grätzelchor: Helenes Dorf, Wien

Es ist ein wunderbares Gefühl, die eigene Wohnumgebung wirklich als Nachbarschaft zu erleben. Das habe ich in Wien davor so nicht gekannt. Hier kann man die Aktivität der anderen spüren“, sagt eine Bewohnerin. Singbegeisterte riefen einen Grätzl-Chor ins Leben, der die Vielstimmigkeit vor Ort hörbar macht. Dass sie jetzt diese Art von Nachbarschaft erleben können, dazu hat auch die professionelle Begleitung beigetragen. Im Zuge dieser Begleitung haben einige Bewohner:innen den Grätzlverein „Helenes Dorf“ (nach dem Namen der Grätzlstraße, dem Helene-Thimig-Weg) gegründet. - Mehr dazu lesen Sie hier: https://blog.diakonie.at/helenes-dorf-ist-lebendige-nachbarschaft

Es gibt Eis, Baby!

Wer besucht schon eine Senioreneinrichtung, wenn er/sie dort keine Angehörigen hat? In Gols gehört das Diakoniezentrum seit einem Jahr – unter den geltenden Corona-Bestimmung – zu einem regelrechten Besuchermagnet. Es ist ein Ort geworden, an dem man sich gerne begegnet - und die Alten Leute sind plötzlich mitten drin. – Mehr dazu lesen Sie hier: https://blog.diakonie.at/es-gibt-eis-baby 

#guteNachbarschaft #SelbstbestimmtAberNichtAllein