Soziale Investitionen helfen allen!

Montag, 18. Dezember 2017
Kleine Kinder spielen, ihre Mütter schauen zu und greifen nicht ein
Beim Mum&Baby Treff haben Mütter die Möglichkeit, die Fragen zu stellen, die ihnen unter den Nägeln brennen (Foto: Diakonie Zentrum Spattstraße/Herbert Schimbäck)
Kinderbetreuung, Bildung & Pflege lohnen sich – Ungenütztes Potential nicht brach liegenlassen. An jedem Tag im Advent ein Vorschlag, der Zukunft ermöglicht.
Kleine Kinder spielen, ihre Mütter schauen zu und greifen nicht ein
Beim Mum&Baby Treff haben Mütter die Möglichkeit, die Fragen zu stellen, die ihnen unter den Nägeln brennen (Foto: Diakonie Zentrum Spattstraße/Herbert Schimbäck)

„An jedem Tag im Advent ein Vorschlag, der Menschen Zukunft ermöglicht“, so führt die Diakonie ihre am 1.Dezember begonnenen 24 Vorschläge weiter, die "24 Mal Menschen stark machen“.

„Die Hilfen für die Pflege älterer Personen, die Assistenz für Menschen mit Behinderungen, oder die Betreuung des kleinen Sprösslings sorgen für Wachstum, stabilisieren die Wirtschaft und stiften sozialen Ausgleich“, so die Diakonie. „Österreich liegt mit seinen sozialen Dienstleistungen unter dem EU-Durchschnitt. Hier gibt es viel ungenütztes Potential, das wir nicht brach liegen lassen sollten. Mehr Investitionen sind möglich und wünschenswert: sowohl volkswirtschaftlich, weil Jobs entstehen, als auch sozialpolitisch, weil Lücken geschlossen werden, sowie auch familienpolitisch, weil mehr soziale Dienstleistungen im Haushalt erfolgen und Betreuung mit Beruf und Familie besser vereinbart werden kann“.

Soziale Dienstleistungen haben Wachstumsfunktion bei Beschäftigung. Sie haben stabilisierende Funktion, weil sie Teilhabe sichern und Nachfrage über den Konjunkturzyklus bereitstellen. Sie wirken als „automatische“ Stabilisatoren. Und sie erfüllen die Funktion des sozialen Ausgleichs. Besonders Pflege, Kinderbetreuung und Bildung reduzieren das Armutsrisiko und helfen den unteren Mittelschichten. Soziale Dienste stützen die Kaufkraft und heben die Haushaltseinkommen. Auch wenn hier noch viel zu tun ist, was Bezahlung und Attraktivität der Jobs angeht.

Soziale Dienstleistungen helfen in strukturschwachen Regionen

Soziale Dienste sind auch deshalb konjunkturell interessant, weil sie regional und in strukturschwachen Regionen Jobs schaffen. Viele Leute könnten in manch ländlicher Region nicht mehr leben, würde es nicht Pflege, Gesundheitshilfen oder Kinderbetreuung geben. Zum einen um selbst Beruf und Familie vereinbaren zu können, zum anderen als verfügbarer Arbeitsplatz in der Region. Ohne Tageszentrum für die demenzkranke Mutter müsste – zumeist – die Tochter den Job aufgeben. Ohne Job als Behindertenbetreuer oder Pflegekraft müssten viele wegziehen. Pflege lohnt sich: 70% der Ausgaben in der Pflege fließen via Steuern und Sozialversicherung an die öffentliche Hand zurück (Wifo).

24mal Menschen Zukunft ermöglichen. http://diakonie.at/hoffnung-braucht-ein-ja