Schnelle Hilfe für Flüchtlinge im Nordirak durch internationales Hilfsnetzwerk

Montag, 11. August 2014
Soforthilfe für den Irak
Soforthilfe für den Irak

Trinkwasser und Lebensmittelversorgung dringend nötig
Die Partnerorganisationen der Diakonie im Nordirak berichten von Gräueltaten und schweren Menschenrechtsverletzungen an Angehörigen religiöser Minderheiten im Nordirak durch die IS: Hunderttausende irakische Christen, Jesiden, Schiiten und andere Minderheiten sind nach dem Vormarsch der IS auf der Flucht vor willkürlichen Hinrichtungen, Folter und Missbrauch.

„Aktuell geht es darum, genügend sauberes Trinkwasser und Nahrungsmittel für die Flüchtlingsfamilien und die aufnehmenden Gemeinden zu sichern. In einem zweiten Schritt muss psychosoziale Hilfe für traumatisierte Überlebende des Genozids zu ermöglichen“, erklärt Dagmar Lassmann, Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe.

Derzeit verteilen Partnerorganisationen der Diakonie Nahrungspakete und Trinkwasser an Flüchtlingsfamilien in der kurdischen Region im äußersten Norden des Iraks, wo viele tausende Flüchtlingsfamilien Unterkunft suchen.

Die Region ist schon seit 2011 auch ein sicherer Hafen für viele Flüchtlinge aus Syrien. In den vergangenen Wochen sind über 70.000 Christen nach Erbil gekommen. Einige von ihnen konnten in Kirchen und Schulen unterkommen. Diejenigen, die noch in den Parks und auf öffentlichen Plätzen campieren, sind von Krankheiten und Tod bedroht.

In Dohuk ist die Situation der 60.000 Flüchtlinge, von denen viele von weit her gekommen sind, sogar noch schlimmer. Die humanitäre Situation eskaliert, denn es fehlt am Nötigsten. Am dringendsten wird genügend sauberes Trinkwasser gebraucht. Akuthilfe für Kranke und Verletzte ist bisher kaum möglich.

 „Wer die aktuellen Bilder von Erbil und Dohuk gesehen hat, wo hunderte Familien an den Straßenrändern campieren, kann sich vorstellen, dass dort dringend Unterstützung notwendig ist“, betont Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden unter dem Kennwort „Nothilfe Nordirak“ um die Arbeit der lokalen Partnerorganisationen  bestmöglich zu unterstützen.

Spenden-Kennwort „Nothilfe Nordirak“

Spendenkonto bei der >Erste Bank<
IBAN: AT85 2011 1287 1196 6333
BIC: GIBAATWWXXX