Kinderarbeit bekämpfen - Brot für die Welt stärkt Kinderrechte

Donnerstag, 11. Juni 2015
Kinderarbeit im Steinbruch in Indien
Kinderarbeit bekämpfen - Kinder haben ein Recht, Kinder zu sein!

Auch Österreich muss seinen Beitrag leisten

Zum internationalen Tag gegen Kinderarbeit am 12. Juni macht Brot für die Welt auf die Missachtung von Kinderrechten in vielen Ländern aufmerksam. „Wir wissen von Kindern in Indien, die 12 Stunden am Tag in einem Steinbruch arbeiten müssen. Diese Kinder gehen einerseits das Risiko ein, durch Fehlsprengungen oder Steinschlag verletzt zu werden. Andererseits verursacht der Steinstaub Allergien, Hautkrankheiten und tödliche Lungenkrankheiten,“ schildert die Entwicklungspolitische Referentin Simone Peter von Brot für die Welt die Lage vieler Kinder in Indien.

Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO der Vereinten Nationen befinden sich weltweit rund 168 Millionen Mädchen und Buben in Kinderarbeit.1 Ein großer Teil von ihnen arbeitet unter gesundheitsgefährdenden und ausbeuterischen Bedingungen. „Diese Situation ist inakzeptabel“, kritisiert der evangelische Bischof Michael Bünker, Schirmherr von Brot für die Welt.

Erfolge bei der Bekämpfung der Kinderarbeit weltweit

Brot für die Welt hat gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen in den letzten Jahren viel für die Rechte von Kindern erreicht. Ein Beispiel ist der Einsatz der Brot für die Welt-Partner in Indien, der „Bewegung zur Rettung der Kindheit“ (BBA) des Friedensnobelpreisträgers Kailash Satyarthi: Mehr als 75.000 Kinder hat BBA in den vergangenen 25 Jahren bei Razzien aus den schlimmsten Formen der Kinderarbeit befreit. „Dank Brot für die Welt können viele dieser Kinder nun stattdessen die Schule besuchen“, so der evangelische Bischof Bünker, der die Verantwortung für die Entwicklungszusammenarbeit auch bei der österreichischen Regierung sieht.

„Der Rückgang der Kinderarbeit muss weiterhin dringend beschleunigt werden. Dazu braucht es auch wirksame Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit. Österreich darf den Kopf nicht in den Sand stecken. Unsere Bundesregierung muss endlich die österreichische Entwicklungshilfe auf die versprochenen 0,7 Prozent des BIP anheben, so wie es die Staatengemeinschaft vorsieht“, so Bischof Michael Bünker abschließend.

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Quelle: http://www.ilo.org/berlin/presseinformationen/WCMS_329527/lang--de/index.htm, Dezember 2014)