Kältewelle: Warmer Ort und warmes Essen für Menschen in Not

Sonntag, 25. Februar 2018
Zwischen 100 und 200 Menschen versorgen Leiter Norbert Karvanek und sein Häferl-Team täglich mit einer warmen Mahlzeit (Foto: Luiza_Puiu)
Zwischen 100 und 200 Menschen versorgen Leiter Norbert Kavranek und sein Häferl-Team täglich mit einer warmen Mahlzeit (Foto: Luiza Puiu)
Im "S`Häferl" der Diakonie finden Armutsbetroffene warmes Essen, und einen Ort sich zu treffen und ein bisschen zu Hause zu fühlen.
Zwischen 100 und 200 Menschen versorgen Leiter Norbert Karvanek und sein Häferl-Team täglich mit einer warmen Mahlzeit (Foto: Luiza_Puiu)
Zwischen 100 und 200 Menschen versorgen Leiter Norbert Kavranek und sein Häferl-Team täglich mit einer warmen Mahlzeit (Foto: Luiza Puiu)

Die Nachfrage nach einem warmen Platz und einem warmen Essen ist groß, berichtet die Diakonie aus ihrer sozialen Einrichtung Häferl in Wien. Die einsetzende Kälte lässt den Andrang von Menschen in Not auf einen warmen Ort und ein warmes Essen ansteigen. "Soziale Notstellen und ein warmer Ort sind in solchen Situationen für Armutsbetroffene eine existentielle Frage", so Martin Schenk, Sozialexperte der Diakonie. Diese Hilfen werden mehr als je gebraucht. Die servierten Menüs im Häferl sind in den letzten Jahren stark gestiegen: Die Summe an warmen Essen im Häferl hat sich mehr als verdoppelt. "Waren es vor vier Jahren noch 14.000 Essen so sind es jetzt 40.000 Portionen die serviert wurden", so Schenk.

1000 kg Zwiebel geschält und 7 Liter Tränen vergossen

700 Hände oder 350 ehrenamtliche Helfer - SchülerInnen, PensionistInnen und Studenten, sozial kochende Bürogemeinschaften, liebe Freunde und auch so mancher Gast - haben im letzten Jahr 1500 kg Erdäpfel und 1000 kg Zwiebel geschält (und 7 Liter Tränen vergossen).

1400 kg Teigwaren wurden verkocht, ebenso 670 kg Reis, 3500 kg Fleisch und Wurst,  6.500 Kg  Gemüse.

"Wir haben 8200 Liter Suppe gekocht, und 1700 Eier, 365 kg Mehl und 650 Liter Milch wurden zu 8000 Palatschinken, aus denen so manche Fritatteneinlage wurde. Insgesamt ergaben diese Zutaten 40.000 Menüs. Und im nächsten Jahr wird es nicht weniger werden", berichtet der Chefkoch Norbert Karvanek.

150 – 220 Menschen pro Tag

150 – 220 Menschen pro Tag werden im Häferl mit Vorspeise, Hauptspeise und Nachspeise versorgt, sie finden einen Ort sich zu treffen und sich ein bisschen zu Hause zu fühlen.

's Häferl ist an vier Tagen in der Woche für alle Menschen geöffnet. "An diesen Tagen bieten wir jedem Gast gratis Essen an. Wir verteilen bei Bedarf Kleidung und bieten Raum für soziale Kommunikation und Beratung", erläutert Norbert Kavranek, Leiter des Armenwirtshauses Häferl.

"Wir sind keine Ausspeisung, wir servieren unseren Gästen das Essen, der Unterschied ist uns wichtig!"

Spenden und Mithelfen immer willkommen

Geld- und Lebensmittelspenden werden dringend gebraucht. Laufend gebraucht werden: Öl, Mehl, Teigwaren, Kartoffeln, Reis, Kaffee, Zucker, Salz, Haltbarmilch und Tee. „Aber auch Geldspenden sind dringend vonnöten, da gerade unser Willi krank ist. Das ist der Geschirrspüler im Häferl. Auch Mitu, unser Herd, hat immer wieder erhöhten Betreuungsbedarf durch den Elektriker“ erzählt Norbert.