Hoffnungsträgerinnen Irene, Liam und Sofia: Hoffnung wächst in der Beziehung.

Donnerstag, 15. November 2018
Liam ist in der dritten Klasse und ein Einser-Schüler. In seinen ersten Lebensjahren schien das kaum vorstellbar, Liam hat Athetose. Heute benutzt er einen Rollstuhl und kommuniziert mit Hilfe eines Tablet-Computers.
Liam ist in der dritten Klasse und ein Einser-Schüler. In seinen ersten Lebensjahren schien das kaum vorstellbar, Liam hat Athetose. Heute benutzt er einen Rollstuhl und kommuniziert mit Hilfe eines Tablet-Computers.
Diakonie startet Kampagne für mehr Chancen und Möglichkeiten für benachteiligte Kinder und Jugendliche. #HoffnungbrauchteinJa
Liam ist in der dritten Klasse und ein Einser-Schüler. In seinen ersten Lebensjahren schien das kaum vorstellbar, Liam hat Athetose. Heute benutzt er einen Rollstuhl und kommuniziert mit Hilfe eines Tablet-Computers.
Liam ist in der dritten Klasse und ein Einser-Schüler. In seinen ersten Lebensjahren schien das kaum vorstellbar, Liam hat Athetose. Heute benutzt er einen Rollstuhl und kommuniziert mit Hilfe eines Tablet-Computers.

Die Diakonie startet ihre neue Advent-Kampagne unter dem Motto „Hoffnung braucht ein Ja.“ „Mit unserer Kampagne wollen wir die Gesichter und Geschichten von Menschen, die Hoffnungsträger und Hoffnungsträgerinnen sind, ins Licht der Öffentlichkeit rücken“, sagt Diakonie Direktorin Maria Moser. Zum Beispiel die Geschichte von Liam, der mit Hilfe eines Tablet-Computers seine Augensignale in gesprochene Worte umsetzen kann, oder die Geschichte von Eveline und Noah, die endlich eine Kindergruppe gefunden haben, in der sich der chronisch kranke Dreijährige gut aufgehoben fühlt.

„Als hätte ich Superkräfte“

Die Diakonie rückt heuer besonders Kinder und Jugendliche, die es schwer haben, ins Zentrum der Aufmerksamkeit und setzt sich dafür ein, dass sie mehr Chancen und Möglichkeiten bekommen.
„Mit dem Computer kann ich Vieles machen, was sonst nicht gehen würde“, erzählt Liam. „Also mit anderen reden, aber auch zeichnen und das ferngesteuerte Auto lenken, das ich zum Geburtstag bekommen hab. Das Coole ist, dass ich den Computer mit meinen Augen steuere. Das ist dann fast so, als hätt ich Superkräfte.“ Liam ist in der dritten Klasse und ein Einser-Schüler. In seinen ersten Lebensjahren schien das kaum vorstellbar, Liam hat Athetose. Heute benutzt er einen Rollstuhl und kommuniziert mit Hilfe eines Tablet-Computers.

Die Diakonie startet ihre neue Kampagne unter dem Motto „Hoffnung braucht ein Ja“.
Pressekonferenz zum Kampagnenstart von "Hoffnung braucht ein Ja"

„Ich komme aus dem Iran und lebe seit sechs Jahren in St. Pölten. Zurzeit besuche ich die HAK“, sagt Sofia. „Neu in einem fremden Land zu sein, war oft nicht einfach. Aber ich möchte meine Chancen hier nutzen. Deshalb lerne ich viel für die Schule, arbeite nebenbei und habe auch schon einen Plan für mein Leben: Ich will meine eigene Firma gründen und eine erfolgreiche Geschäftsfrau werden.“ Sofia ist mit 10 Jahren mit ihren Eltern und dem kleinen Bruder nach Österreich gekommen. Sie ist eine starke junge Frau, die ihre Ziele nicht aus den Augen verliert. Auch wenn sie im Alltag oft mit Diskriminierung zu tun hat, gibt sie nicht auf.

Gut begleitet von Anfang an: Bindung verwurzelt und beflügelt

Noah ist erst drei Jahre alt und chronisch krank. Seine Mama Eveline kämpft dafür, dass er trotz seiner Einschränkungen gemeinsam mit anderen Kindern glücklich groß werden kann.

Jana ist mit schweren körperlichen Behinderungen zur Welt gekommen. "Es war mir trotz ihrer Einschränkungen immer sehr wichtig, sie möglichst selbstständig und selbstbewusst aufwachsen zu sehen. Deshalb habe ich den bestmöglichen Krippenplatz gesucht, und auch den bestmöglichen Kindergarten. Im Diakonie Zentrum Spattstraße habe ich diesen bestmöglichen Platz gefunden. Ich bin froh und stolz, dass sich Jana so gut entwickeln kann,“ erzählt Sabine Kriegl.

Irene wohnt selbstständig in einer kleinen Wohnung in der „Lebendigen Nachbarschaft“ der Diakonie in Engerwitzdorf. Für die kleinen Schwierigkeiten im Alltag bekommt sie die Unterstützung, die sie braucht.

Stabile Beziehungen im Zentrum fachlicher Konzepte

Für die Diakonie ist das Gestalten heilsamer Beziehungen ein zentrales fachliches Konzept, das die verschiedenen Angebote für Kinder und Jugendliche prägt. Denn verschiedene soziale Problemlagen – Behinderung, Armut, Flucht, aber auch Alter – sind mit Einsamkeit und sozialer Isolation verbunden. Bindung und die Entwicklung stabiler Beziehungen ins Zentrum fachlicher Konzepte zu stellen, entspricht nicht nur unserer christlichen, protestantischen Grundhaltung als Diakonie, sondern basiert auch auf neurobiologischen Erkenntnissen der letzten Jahre, die zeigen, dass der Mensch ein Wesen ist, dessen zentrale Motivation auf Zuwendung und gelingende mitmenschliche Beziehungen gerichtet sind.

Auch Psychologie und Pädagogik bestätigen: Entwicklung vollzieht sich im Wesentlichen im Kontext von Beziehungen. Als Diakonie verfolgen wir das Ziel „gut begleitet von Anfang an“, um benachteiligten Kindern und Jugendlichen die Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.

#Hoffungsträger werden

Mit Plakaten, Inseraten und Social Media Aktionen macht die Diakonie zwischen November und Dezember 2018 auf Menschen und Projekte aufmerksam, die Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt und Solidarität fördern und weiterentwickeln. Suchen und finden, geben und nehmen, zutrauen und ermöglichen. Das alles macht Hoffnung. Die Diakonie-Kampagne gibt Hoffnungsträgern ein Gesicht.
 #Hoffnungsträger #Hoffnungsträgerin werden.

#HoffnungbrauchteinJA #HoffnungbrauchtDeinJa

Wichtig, damit Hoffnung wachsen kann, ist auch das Gefühl und das Wissen, dass wir etwas tun können.

Im Diakonie-Adventkalender 24mal Ja gibt es dazu 24 Vorschläge

Zum Beispiel:

  • Kinderbetreuung auch für Kinder mit Behinderung. Oft endet Integration um 13:00 Uhr, weil es zu wenig Geld für inklusive Betreuung gibt. Außerdem dürfen Kinder mit Behinderungen nicht vom verpflichtenden Kindergartenjahr ausgenommen sein.
  • Schule für alle, auch für Kinder mit Behinderungen. Gemeinsamer Unterricht von Kindern ohne und mit Behinderung hilft allen. Der schrittweise Rückbau von Sonderschulen muss mit mehr PädagogInnen für inklusive Klassen einhergehen.
  • Frühe Hilfen in ganz Österreich: Die ersten Monate des Lebens rund um und nach der Geburt sind ungeheuer wichtig für die Entwicklung eines Kindes. Besonders für Familien mit weniger Einkommen müssen wir eine gute Begleitung und „frühe Hilfen“ sicherstellen.