Diakonie-Kampagnenstart zum 2. Mai: #RechtAufKommunikation muss für Alle umgesetzt werden!

Dienstag, 1. Mai 2018
Logo der Aktion #RechtAufKommunikation
Bei der Aktion #RechtAufKommunikation geht es darum, gemeinsam aktiv zu werden und den Betroffenen sowie deren Angehörigen – insgesamt rund 250.000 Menschen – ihre längst versprochene Unterstützung zuzusichern.
Menschen mit Sprachbehinderungen sind nicht sprachlos, sie werden vielmehr sprachlos gemacht
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Bei der Aktion #RechtAufKommunikation geht es darum, gemeinsam aktiv zu werden und den Betroffenen sowie deren Angehörigen – insgesamt rund 250.000 Menschen – ihre längst versprochene Unterstützung zuzusichern.

Anlässlich des „Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ am 2. Mai startet die Diakonie in Kooperation mit VERBUND und LIFEtool die Kampagne #RechtAufKommunikation rund um die Themen unterstützte Kommunikation und technische Hilfsmittel für Menschen ohne Lautsprache.

Assistierende Technologien in Anwendung (Foto: LIFEtool)
Niemand ist sprachlos! Assistierende Technologien ermöglichen Menschen mit Spracheinschränkung am Gesellschaftsleben teilzuhaben (Foto: LIFEtool)

„Das Recht auf Kommunikation ist Diakonie, LIFEtool und VERBUND seit langem ein gemeinsames Anliegen.

Bald 10 Jahre unterstützt VERBUND im Zuge des VERBUND-Empowerment Fund der Diakonie Menschen, die Hilfsmittel für ihre Kommunikation benötigen, und sich diese ohne finanzielle Unterstützung nicht leisten könnten“, erklärt Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich.

Die bürokratischen Irrwege ohne zentrale Beratungsmöglichkeit sind so groß wie vor 10 Jahren.

Bis heute gibt es allerdings weder einen Rechtsanspruch noch einheitliche Finanzierungshilfe für Betroffene“, so Chalupka weiter. „Außerdem sind die bürokratischen Irrwege ohne zentrale Beratungsmöglichkeit so groß wie vor 10 Jahren“.

Der Katalog, in dem sich Hilfsmittel für Menschen finden, die wegen einer Behinderung oder Erkrankung technische Unterstützung brauchen, wurde seit 1994 nicht erneuert. „Dementsprechend ist auch der Hilfsmittelkatalog schon seit langer Zeit nicht mehr auf dem Stand der heutigen Technik“, kritisiert die Diakonie. „Trotzdem stellt er aber immer noch die Grundlage für Unterstützungsentscheidungen der Versicherungen dar“.

„Es ist hoch an der Zeit, dass endlich Verbesserungen für die rund 63.000 Betroffenen in Österreich umgesetzt werden. Die Vorschläge für entsprechende Maßnahmen liegen seit Jahren am Tisch“, so Chalupka.

Diakonie und VERBUND verweisen gemeinsam auf folgende Forderungen und starten heute die Kampagne #RechtAufKommunikation:

  1. Rechtsanspruch auf assistierende Technologien und kommunikative Hilfsmittel – insbesondere auch für Hilfsmittel der sozialen Rehabilitation
  2. Errichtung einer zentralen Anlaufstelle für Menschen, die Hilfsmittel benötigen (Vernetzung der Kostenträger im Hintergrund)
  3. Anpassung des veralteten Hilfsmittelkatalogs

Es geht darum,  gemeinsam aktiv zu werden und den Betroffenen sowie deren Angehörigen – insgesamt rund 250.000 Menschen – ihre längst versprochene Unterstützung zuzusichern.

„Niemand darf sprachlos bleiben! Das Recht auf Kommunikation gilt für alle“, so Diakonie-Direktor Chalupka abschließend.