Brot für die Welt zum Internationalen Frauentag: Mangelernährung trifft besonders häufig Frauen

Donnerstag, 3. März 2016
Diama Hassimi von der Gruppe Farha trennt bei der Reisernte in Goungo Bon (Niger) den Spreu von den Reiskörnern.
Diama Hassimi von der Gruppe Farha trennt bei der Reisernte in Goungo Bon (Niger) den Spreu von den Reiskörnern.

Gleichberechtigung ist das beste Rezept gegen Mangelernährung

„Weltweit ist jeder zwölfte Mann mangelernährt, bei den Frauen und Mädchen ist es aber schon jede fünfte“, betont Dagmar Lassmann, Leiterin von Brot für die Welt. „Und das, obwohl es weltweit vor allem Frauen sind, die die Ernährung in den Familien sicher stellen. Und auch in der Nahrungsproduktion sind es Frauen, die 80 % der Grundnahrungsmittel produzieren.“

Dabei brauchen gerade Frauen, die einen großen Teil der kleinbäuerlichen Arbeit leisten, viel Kraft und Energie. Fehlt es an bestimmten essentiellen Nährstoffen wie Eisen, Jod und Vitamin, geht das allzu schnell zu Lasten der Gesundheit.

Viele Frauen essen nur, was übrig bleibt

Bei kritischer Ernährungslage der Familie sind es meist die Mütter, die dafür sorgen, dass ihre Kinder essen, bevor sie selbst Nahrung zu sich nehmen. Zudem ist in einigen Ländern Mädchen von Geburt an ein niedriger sozialer Status zugewiesen. „Frauen essen deshalb oft nach den Männern und Buben – und sie essen das, was übrig bleibt“, erklärt Dagmar Lassman. Somit essen sie nicht nur weniger, sondern auch von minderer Qualität, wie Untersuchungen aus Äthiopien, Kambodscha, Pakistan und Bangladesch belegen.

Brot für die Welt tritt für die Rechte von Frauen weltweit ein.

„Nur wenn die Rechte der Frauen auf Nahrung, Gesundheit und Landbesitz gewahrt werden, kann der Mangelernährung von Frauen langfristig entgegengewirkt werden“, betont Dagmar Lassmann, Leiterin von Brot für die Welt.

Ein Arbeitsschwerpunkt der entwicklungspolitischen Aktion der evangelischen Kirchen Brot für die Welt ist die Stärkung von Frauen. In verschiedenen Projekten wird Frauen und Mädchen gezielt im Bereich Landwirtschaft eine Ausbildung ermöglicht – und so nachhaltig Ernährungssicherheit ermöglicht. Außerdem fördert Brot für die Welt in weltweiten Projekten Bildung, Inklusion von Menschen mit Behinderungen, Friedensarbeit im Nahen Osten sowie Ernährungssicherung.

Brot für die Welt bittet um Spenden für Hilfsprojekte:

IBAN: AT672011128711966366