Sozialraumorientierung: Für eine gute Nachbarschaft

Foto: Diakoniewerk/Erwin Enzlmüller
Foto: Diakoniewerk/Erwin Enzlmüller

Die Diakonie bringt Menschen zusammen, die sich gegenseitig unterstützen. Gute Nachbarschaft heißt, niemanden alleine lassen. Gute Nachbarschaft heißt, miteinander ins Gespräch kommen.

In Österreich sagen 17%, dass sie im Ernstfall auf niemanden zählen können. Dass also niemand da ist, wenn man Hilfe oder jemanden zum Reden braucht. Die Corona Krise hat die Einsamkeit vieler Menschen noch erhöht.

Umso wichtiger ist es, nun Nachbarschaft und Miteinander zu stärken. Im Mittelpunkt steht die Stärkung und Teilhabe der BewohnerInnen: "Tue alles dafür, dass Menschen können, was sie tun wollen", ist das Motto der Diakonie in allen sozialraum-orientierten Initiativen, in denen sie sich für gute Nachbarschaften engagiert, damit niemand alleine gelassen wird. Damit Menschen miteinander ins Gespräch und ins Tun kommen.

Sobald die BewohnerInnen in ihrer Unterschiedlichkeit in der Nachbarschaft aufeinander treffen, lernen sie sich kennen, sie können Wünsche, Bedürfnisse und auch ihren Willen äußern. So entwickeln sich Interessensgemeinschaften, Freundschaften und erste Nachbarschaftsnetzwerke zu unterschiedlichsten Themenstellungen.

Weitere Geschichten darüber, wie Nachbarschaft entsteht und wirkt - und was gelungene Sozialraumorientierung im Alltag bedeutet: Diakonie-Blog.

Gemeinsam gegen Einsamkeit

Unfreiwillige Einsamkeit macht krank und belastet unseren Alltag.  Jeder zehnte klagt über soziale Isolation und Einsamkeit. Die Folgen wiegen schwer:

Vereinsamte werden anfälliger für Krankheiten, schlittern öfters in eine Depression, verlieren an Mut. Einsamkeit wird schlimmer mit dem Alter, ärger mit Armut, bedrohlicher mit sozialen Krisen und belastender mit schlechter sozialer Infrastruktur.

Lesen Sie hier: Diakonie Sozialexperte Martin Schenk über selbst gewählte versus unfreiwillige Einsamkeit