Theologie und Ethik

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Was soll ich tun? - Evangelische Ethik gibt Orientierung in schwierigen Lebenssituationen und bei gesellschaftlichen Fragen (© eugenesergeev - Fotolia.com)
Diakonie handelt im Dienst des Nächsten. Damit sie gut und richtig handelt, braucht Diakonie Reflexion.

In ihrer Reflexion schöpft sie aus den Quellen der theologischen Ethik. Das Institut für öffentliche Theologie und Ethik der Diakonie macht es sich zur Aufgabe, die theologischen und ethischen Grundprinzipien in der diakonischen Arbeit ins Bewusstsein zu heben, zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

Das IöThE bietet ethische und theologische Expertise zu allen Themenfeldern, in denen die Diakonie in Österreich tätig ist, in Form von:

  • ReferentInnen-Tätigkeit
  • öffentlichen Veranstaltungen wie der gemeinsam mit der Wiener Zeitung  organisierten Reihe „future ethics. Diskursraum der offenen Gesellschaft“
  • Publikationen in eigenen Medien sowie Büchern, Fachzeitschriften, Zeitungen, Blogs etc.

Thema Sterbehilfe

Menschen haben ein „Recht auf menschenwürdiges Sterben“, wird gesagt. Doch was heißt „Recht auf menschenwürdiges Sterben“? Darüber gehen die Meinungen auseinander.

Die einen sagen: Das heißt, wer sterben will, soll auch sterben dürfen. Die anderen sagen: Es geht um das Recht auf Leben, das geschützt werden soll, auch bei Menschen in der letzten Phase ihres Lebens. Wir haben es mit einem gesellschaftlichen Konflikt zu tun, genauer: mit einem Konflikt zwischen verschiedenen moralischen Überzeugungen, die von den Mitgliedern einer Gesellschaft vertreten werden.

Lesen Sie mehr dazu im Argumentarium Nr. 1.:

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Wichtige Links:

  • Stellungnahme der Diakonie Österreich zur Aufforderung der parlamentarischen Enquete-Kommission „Würde am Ende des Lebens“ (Download)
  • Stellungnahme der Diakonie-Direktor Michael Chalupka bei der 1. Sitzung der Enquete-Kommission „Würde am Ende des Lebens“ (Download)
  • Presseinformation am 16.09.14: Diakonie zur Enquete-Kommission "Würde am Ende des Lebens" (Link)

Zum Weiterlesen:

  • Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE), Leben hat seine Zeit, und Sterben hat seine Zeit. Eine Orientierungshilfe des Rates der GEKE zu lebensverkürzenden Maßnahmen und zur Sorge um Sterbende (2011). (Download)
  • Stellungnahme der Evangelischen Kirche in Österreich zum Thema Sterbehilfe (= Saat-Sondernummer 5a/1997). (Download)
  • Diakonie Österreich, Stellungnahme zur Aufforderung der parlamentarischen Enquete-Kommission „Würde am Ende des Lebens“ (2014) (Link)
  • Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund, Das Sterben leben. Entscheidungen am Lebensende aus evangelischer Perspektive (= SEK Positionen 9), 2007. (Link)
  • EKD, Wenn Menschen sterben wollen. Eine Orientierungshilfe zum Problem der ärztlichen Beihilfe zur Selbsttötung (EKD Texte 97), 2008. (Download)
  • Ökumenischer Rat der Kirche in Österreich, Erklärung des ÖRKÖ zum menschenwürdigen Sterben (2000). (Link)
  • Evangelium vitae (1995). (Link)
  • Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt, Empfehlungen zur Terminologie medizinischer Entscheidungen am Lebensende (2011). (Download)
  • Enquete-Kommission zum Thema „Würde am Ende des Lebens“ (Link)
  • Ausgabe 2/2015 der Evangelischen Zeitschrift für Ethik (ZEE) zum Thema Sterbehilfe.

Thema Demenz

Derzeit leben in Österreich geschätzte 130.000 Menschen mit Demenz, im Jahr 2050 werden es voraussichtlich 260.000 sein. Bislang gibt es keine wirksamen kausalen Therapien gegen Demenz, die Medizin kann lediglich die Symptome lindern und das Fortschreiten der Krankheit zeitweise verzögern. Beides – Ausmaß und beschränkte Behandlungsmöglichkeiten – machen Demenz zu einer der großen gesundheits- und sozialpolitischen Herausforderungen der Gegenwart.

Warum ist Demenz ein ethisches Thema?

Demenz ist aber auch eine ethische Herausforderung, und zwar in mehrfacher Hinsicht:

  • Wie interpretiert und bewertet die Gesellschaft Demenz? Welches Menschenbild steht hinter der gesellschaftlich vorherrschenden Sicht von Demenz als Persönlichkeitsverlust, was sind Alternativen?
  • Wie können Lebensqualität und Selbstbestimmung von Menschen, die mit Demenz leben, gefördert werden – und was bedeuten Lebensqualität und Selbstbestimmung angesichts kognitiver Einbußen?
  • Was sind gute Lebens-, Wohn- und Betreuungsformen für Menschen, die mit Demenz leben?
  • In der Auseinandersetzung mit medizinethischen Fragen wie Therapiebegrenzung am Lebensende, künstliche Ernährung oder Patientenverfügung müssen demenzspezifische Fragen berücksichtigt werden.

Das Argumentarium diskutiert diese Fragen und informiert über Krankheitsbild, Diagnose und Therapie:

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Zum Weiterlesen:

Thema Flucht und Asyl

In den öffentlichen Debatte rund um das Thema Flüchtlinge und Asyl wird immer wieder mit Versatzstücken aus dem Bereich der Ethik argumentiert: mit Nächstenliebe, mit Menschenrechten, mit dem Grundsatz, dass niemand zu Dingen verpflichtet werden kann, die seine Möglichkeiten überschreiten (Ultra posse nemo obligatur), mit Gesinnung und Verantwortung.

Parallel dazu sind in letzter Zeit im Bereich der wissenschaftlichen Ethik und der Moralphilosophie zahlreiche Bücher und Aufsätze zum Themenkomplex Flucht, Asyl und Migration erschienen. Die öffentlichen Debatten und die ethischen Fachdiskurse stehen allerdings weitgehend unverbunden nebeneinander.

Die 3. Ausgabe der Reihe „Argumentarium“ bereitet die verschiedenen ethischen bzw. moralphilosophischen Argumentationsweisen auf und trägt damit zur begründeten Meinungsbildung bei.

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Thema Religionsfreiheit

Gemeinsam mit der Initiative von www.unsereverfassung.at hat das IöThE die Initiative „Sprechen wir über #Religionsfreiheit“ durchgeführt. Lesen Sie Hintergründe zum Thema Religionsfreiheit - damit jede und jeder informiert mitreden kann.

Jetzt Artikel-Serie im Diakonie-Blog lesen

Thema öffentliche Theologie

Die Diakonie wirkt in der Gesellschaft, sie ist die „Kanzel“ der evangelischen Kirche in der Gesellschaft – und treibt damit öffentliche Theologie. Daher wurde bei der Gründung eines Instituts, das die theologische und ethische Reflexion in der Theologie fördern und weiterentwickeln soll, das Schlagwort „öffentliche Theologie“ in den Namen aufgenommen.

Das IöThE beschäftigt sich auch mit dem Begriff, den Konzepten und den Diskussionen zu öffentlicher Theologie. Lesen Sie mehr dazu in den Publikationen von Ulrich Körtner: "Diakonie und öffentliche Theologie. Vortrag anlässlich der Verabschiedung von Pastor Dr. Rainer Feldmann, Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, am 15.6.2017."

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Buchtipp:

Ulrich Körtner, Diakonie und öffentliche Theologie. Diakoniewissenschaftliche Studien, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2017.

Diakoniewissenschaft, diakonische Ethik und diakonische Theologie – so lautet die Grundthese des vorliegenden Buches – sind als Gestalt öffentlicher Theologie zu verstehen, ist doch Diakonie gleichermaßen Ort wie Akteur öffentlicher Theologie. Öffentliche Theologie ist die kritische Reflexion des Wirkens und der Wirkungen des Christentums in die Gesellschaft hinein. Sie beteiligt sich zugleich an den öffentlichen Diskursen über Menschenwürde und Menschenbild, Gerechtigkeit und Solidarität, kurz: an der Diskussion darüber, in welcher Gesellschaft wir leben wollen. Wenn es zutrifft, dass Kirche wesentlich Diakonie ist, liegt es unmittelbar auf der Hand, dass diakonische Theologie als öffentliche Theologie zu treiben ist. Zugleich zeigt sich, dass die Probleme öffentlicher Theologie – etwa die Frage nach der Übersetzbarkeit christlicher Überzeugungen in die säkulare Sprache einer pluralistischen Gesellschaft und die Frage nach dem Verhältnis von Kirche, Öffentlichkeit und Zivilgesellschaft – in der Diakonie heute besonders drängend sind. Das zeigen die Diskussionen um das Schlagwort der die diakonische Identität. Diakonische Theologie als Gestalt öffentlicher Theologie ist eine Suchbewegung und weithin noch ein uneingelöstes Desiderat. An dieser Suchbewegung möchte sich das vorliegende Buch beteiligen. Es schlägt einen Bogen von Grundfragen und Grundlagen der Diakoniewissenschaft zu praktischen Einzelthemen mit einem Schwerpunkt auf Fragestellungen der Pflege und der Altenhilfe.

Thema Pflege

Buchtipp: 3. aktualisierte Auflage – NEU: mit Lern-App

Ulrich Körtner, Grundkurs Pflegeethik, Wien: facultas, 2017.

Dieses Studienbuch befasst sich mit den theoretischen Grundlagen sowie Grundfragen der Pflegeethik und den Methoden der ethischen Urteilsbildung. Thematisiert werden ethische Probleme in der Pflegeforschung, in der Transplantations- und Intensivmedizin sowie am Lebensende. Der Band informiert über die Arbeitsweise klinischer Ethikkomitees und stellt einschlägige Ethikdokumente und Gesetzestexte vor. Eine Reihe von Fallbeispielen gibt dem Leser weiters die Möglichkeit, die Prinzipien und Regeln der Pflegeethik selbst zu erproben.

Das Buch ist durchgehend mit Merksätzen, Zusammenfassungen, Reflexionsfragen und Hinweisen auf vertiefende Literatur versehen und wurde für die 3. Auflage durchgehend aktualisiert und erweitert.

Argumentarium

Mit der Publikationsreihe „Argumentarium“ greift das IöThE gesellschaftlich virulente, ethische Fragen auf, stellt Diskurse und Argumente vor und kommentiert sie aus evangelischer Perspektive. Das Argumentarium will Orientierung bieten und zur persönlichen ethischen Meinungsbildung anregen.

Jedes Argumentarium greift ein ethisches Thema auf, das gerade in der gesellschaftlichen Debatte virulent ist. Über die aktuelle Debatte hinaus, leuchtet das Argumentarium Hintergründe aus, indem es fragt:

  • Worum geht es? und die ethischen Grundsatzfragen und –probleme herausarbeitet.
  • Wer sagt was? und unterschiedliche ethische Positionen und Argumentationen darstellt.
  • Was sagen die Evangelischen Kirchen? und Antworten aus der Perspektive evangelischer theologischer Ethik vorstellt.