WG KAYA für junge Menschen mit Essstörungen

Eine junge Frau balanciert auf einem Geländer
Eine junge Frau balanciert auf einem Geländer

In der Wohngruppe KAYA des Diakonie Zentrum Spattstraße können Mädchen und junge Frauen unter professioneller Begleitung wohnen und gleichzeitig ihre Arbeit/Schule/berufliche Orientierung weiter führen. Dadurch wird eine Lücke geschlossen, die bisher in der Behandlung von Betroffenen von Essstörungen bestanden hat. Denn diese Mädchen bedürfen oftmals längerfristig klarer, sicherer Strukturen. Diese Sicherheit ermöglicht ihnen, ihre Balance zwischen den Bedürfnissen nach Autonomie und Beziehung zu finden und bisher Erarbeitetes auch aufrecht zu halten und zu vertiefen.

Das Auftreten einer Magersucht oder Bulimie ist für die Familien meist ein großer Schock und das Bedürfnis nach einer adäquaten Beratung und Begleitung ist dementsprechend groß.

Essstörungen treten in der Regel in der Pubertät auf und sind eng verknüpft mit dem Ablösungsprozess vom Elternhaus. Wenn die Ablösung und Individualisierung nicht oder nicht ausreichend gelingt, kann eine Essstörung ein „Lösungsversuch“ für diese Situation sein. Manchmal ist es nötig, dass junge Mädchen sich in Klinikaufenthalten vor allem gewichtsmäßig stabilisieren. Das Gewicht in der Klinik zu stabilisieren ist aber meist erst ein Schritt. Es muss ihnen auch gelingen, zuhause das Gewicht zu halten und die Probleme, die sie versucht haben mit der Essstörung zu kompensieren, nun anders zu lösen.

Häufige gibt es in den Familien der Betroffenen Streitereien ums Essen. Die Angehörigen sind häufig sehr besorgt. Die Situation ist sowohl für die Betroffenen als auch für die Angehörigen sehr belastend.

Gelingt es auch mit professioneller Begleitung nicht, diesen Kreislauf zu  durchbrechen, sind andere Lösungen gefragt. Deshalb gibt es die Wohngruppe KAYA in Linz: Alle Beteiligten werden entlastet und professionell unterstützt. So können sie in ihrem Tempo die nötigen Strategien für ein gelingendes Miteinander erlernen.

Die Wohngruppe ermöglicht ein Gefühl von Zugehörigkeit und fördert zugleich autonome Entscheidungen. Unterstützt werden die Mädchen und jungen Frauen sowohl von den betreuenden Sozialpädagoginnen als auch von therapeutischer und ärztlicher Seite. Der Austausch mit den anderen Betroffenen wirkt zusätzlich hilfreich. 

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Schubertstraße 17/3
4020
Linz
Telefon: 
+43 (0)676 512 38 73
Fax: 
+43 (0)732 91 73 80